KONSTRUKTEUR/IN EFZ – VISIONEN WERDEN REALITÄT

• Hast du als Kind schon immer gerne mit LEGO, Meccano oder Modellbausätzen gespielt?
• Interessieren dich technische Dinge wie z.B. ein Töfflimotor?
• Möchtest du lieber im Büro arbeiten als in einem handwerklichen Beruf?
• Kannst du dir vorstellen, jeden Tag bis zu 8 Stunden am Computer zu sitzen?

Wenn du diese Fragen mit Ja beantworten kannst, bist du hier richtig, und der Beruf Konstrukteur/in EFZ könnte dein Traumberuf sein!
Auf dieser Webseite findest du viele Informationen rund um die Ausbildung zum/zur Konstrukteur/in EFZ wie Tätigkeiten (Berufsbild), Schnupperlehre, Lehrstellensuche, Weiterbildung, Interviews mit Konstrukteur-Lernenden und vieles mehr.

Was macht ein Konstrukteur / eine Konstrukteurin?

Konstrukteur/in EFZ ist ein Hightech-Beruf in der Maschinenbranche. Man entwickelt Maschinenbauteile und erstellt die technischen Zeichnungen, damit der Polymechaniker die Teile herstellen und montieren kann.

Wird beispielsweise ein neues Design für ein Smartphone oder die Entwicklung eines Antriebs für ein Elektro-Auto in Auftrag gegeben, so helfen Konstrukteur/innen bei der Umsetzung mit. Zu ihren Aufgaben gehören neben solchen Neuentwicklungen häufig auch Änderungen an bestehenden Produkten. In allen Phasen des Konstruktionsprozesses arbeiten sie eng mit Fachleuten wie Ingenieur/innen zusammen und realisieren gemeinsam Konzepte.

Während der Konzeptphase stützen sich Konstrukteure auf ­ein Pflichtenheft. Darin sind die wichtigsten Angaben zu Funktion, Fertigung, Qualität und Kosten enthalten. Sie besprechen verschiedene Möglichkeiten, wie die Kundenwünsche, die technischen Anforderungen und die Normen erfüllt werden können. Erste Entwürfe skizzieren sie meistens von Hand.

Wenn entschieden ist, welcher Entwurf weiter verfolgt wird, erstellen Konstrukteur/innen am Computer mit einem CAD-Programm die dreidimensionalen Modelle. Sie halten auf den Fertigungszeichnungen geometrische Formen, Masse und Toleranzen sowie Angaben zu Oberflächenbeschaffenheit und Werkstoffen fest. Anhand dieser Unterlagen wird ein Prototyp hergestellt. Erfüllt dieser die Anforderungen, erstellen die Berufsleute für die Serienproduktion die endgültigen Zeichnungen.

Konstrukteur/innen müssen Kenntnisse über Zeichnungsnormen, Fertigungsverfahren, Werkstoffe, Konstruktionsmethodik und vieles mehr haben. Diese Themen lernen sie während der 4-jährigen Lehre in der Firma, in überbetrieblichen Kursen und in der Berufsfachschule.

Gelernten Konstrukteur/innen stehen viele Weiterbildungsmöglichkeiten offen, unter anderem das Studium an einer Fachhochschule zum Bachelor of Science in Maschinenbau.

Lehrablauf

Die Lehre erfolgt in einem Lehrbetrieb der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie und dauert 4 Jahre. Zusätzlich besuchst du überbetriebliche Kurse, welche die praktische Ausbildung ergänzen. Ein Werkstattpraktikum gehört auch dazu.

1. und 2. Lehrjahr

• Skizzieren von Hand
• Erstellen von Zeichnungen am Computer
• Planen und entwerfen
• Erstellen von Dokumentationen
• Praktikum in der Werkstatt

3. und 4. Lehrjahr

• Teilprojekte durchführen
• Produkte konstruieren
• Vorrichtungen und Werkzeuge entwickeln
• Fertigungsdaten erzeugen
• Technische Dokumentationen erstellen
• Produkte erfinden und entwerfen

Sonnen- und Schattenseiten

Die Sonnenseiten des Berufs sind: Nach Lehrabschluss bestehen viele Karrieremöglichkeiten. Angesehener und gefragter Beruf. Helle Arbeitsumgebung mit modernsten Computern und Hightech-Bildschirmen.
Die Schattenseiten des Berufs sind: Ständige Weiterbildung ist unerlässlich, z.B. für die Anwendung von Computerprogrammen (CAD). Zudem verbringt man die meiste Arbeitszeit am PC und hat somit wenig Bewegung.

Interviews mit Konstrukteur-Lernenden

Leandro, Konstrukteur, Fritz Studer AG, Steffisburg
Leandro
A. Rodriguez, Berufsbildnerin Konstrukteure, Bystronic Laser AG, Niederönz
A. Rodriguez
Fabrice, Konstrukteur, Rychiger AG, Steffisburg
Fabrice
Léonie, Konstrukteurin, Lüthi-Aufzüge AG, Leimiswil
Léonie