Jasmin, Konstrukteurin, Rychiger AG, Steffisburg
Jasmin, 3. und 4. Lehrjahr (Way-Up-Lehre), Rychiger AG, Steffisburg

Was macht man als Konstrukteurin EFZ?

Die Frage ist eher, was macht man nicht. Man fertigt nicht nur Zeichnungen von Maschinenteilen an. Als Konstrukteurin kann man in vielen Bereichen arbeiten. Von der Entwicklung über die Erstellung der Unterlagen bis zur Datenpflege und Archivierung hat man überall die Finger drin.

Was gefällt dir am Beruf Konstrukteurin EFZ?

Die unglaubliche Vielfalt und die Möglichkeiten. Die Kreativität wird meist nur vom Budget eingeschränkt.

Was gefällt dir weniger gut am Beruf Konstrukteurin EFZ?

Die körperliche Anstrengung fehlt ein wenig. Die meisten Arbeiten macht man sitzend oder stehend am PC.

Was war dein bisheriges Highlight in der Lehre?

Das erste «eigene» Teil. Von der Idee bis zur Zeichnung alles selbst gemacht. Es macht schon stolz, wenn man das fertige Teil funktionsfähig an der Maschine sieht und sagen kann: «Dieses Teil habe ich gemacht.»

Welches sind die Voraussetzungen für den Beruf Konstrukteurin EFZ?

Ein gutes, räumliches Vorstellungsvermögen und eine kombinatorische Begabung sind von Vorteil. Aber das Wichtigste ist die Freude an der Arbeit. Den Rest kann man lernen, es heisst ja nicht umsonst «Lehre».

Welche Schwierigkeiten können während der Ausbildung entstehen?

Bei der Way-Up-Lehre ist vieles (eigentlich alles) anders. Im ersten Jahr ist es immer ein Spagat zwischen Berufsschule und ÜK. Die gelernte Theorie kann erst im 2. Jahr praktisch angewendet werden.

Welche Tipps gibst du den Schüler/innen für die Schnupperlehre?

– Gebt Gas
– Zeigt, was ihr könnt und dass es euch interessiert
– Fragt alles (ihr dürft auch hinterfragen)
– Seid nicht schüchtern (die meisten Konstrukteure beissen nicht)
– Schnuppert so viel wie möglich, auch andere Berufe

Welche Tipps gibst du den Schüler/innen für die Lehrstellensuche?

Schreibe die Bewerbung selbst und passe sie der jeweiligen Firma an. So sehen die Firmen, dass du dich schon mit ihrer Geschichte auseinandergesetzt hast, dass du dich informiert hast und dich wirklich interessierst.

Welche Pläne hast du für nach der Lehre?

Momentan möchte ich an der Berner Fachhochschule Mikro- und Medizintechnik studieren. Doch es gibt noch viele andere Weiterbildungsmöglichkeiten, die mich auch interessieren…

Wie war dein Start in die Lehre?

Durchwachsen. Es brauchte ein wenig Zeit, bis sich alle Beteiligten auf die Way-Up-Lehre eingestellt hatten.

Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?

Für mich sollte es ein Zwischenschritt in Richtung Fachhochschule sein. Denn ohne ein einjähriges Praktikum wird man nicht angenommen. Und mit der Way-Up-Lehre habe ich nach 2 Jahren sogar einen EFZ-Abschluss in den Händen.