Anna, Konstrukteurin, Rychiger AG, Steffisburg
Anna, 4. Lehrjahr, Rychiger AG, Steffisburg

Was macht man als Konstrukteurin EFZ?

Wie der Name des Berufs treffend erklärt, konstruiert und entwirft man verschiedene Teile, welche anschliessend zusammen mit weiteren Handelsteilen eine Maschine ergeben. Zum Konstruieren gehört auch, die Zeichnung dieser Teile zu erstellen. Das alles wird an einem Computer gemacht. Zum Beruf gehört auch das Anpassen bereits bestehender Werkstücke.

Was gefällt dir am Beruf Konstrukteurin EFZ?

Mir gefällt, dass man neue Bauteile und Baugruppen entwickeln und dabei eigene Ideen einbringen kann, und dass man das Endergebnis in der Montage sehen kann.

Was gefällt dir weniger gut am Beruf Konstrukteurin EFZ?

Mir gefällt weniger, wenn man fertige Baugruppen bekommt und nur noch die Zeichnungen machen muss. Denn bei den Zeichnungen arbeitet man nach Normen und man arbeitet weniger kreativ.

Was war dein bisheriges Highlight in der Lehre?

Mein bisheriges Highlight meiner Lehre war, dass ich im zweiten Lehrjahr einen Laborfüller von Grund auf selbst konstruieren konnte, die Zeichnungen erstellt habe und den Laborfüller anschliessend auch noch montieren konnte. Denn bei diesem Auftrag hatte ich nur wenige Vorgaben und konnte sehr viele eigene Ideen einbringen. Und beim Montieren merkte ich auch, was für den/die Monteur*in einfacher zum Montieren ist und was an der Konstruktion anders hätte sein müssen, um die Montage einfacher und schneller zu machen.

Welches sind die Voraussetzungen für den Beruf Konstrukteurin EFZ?

Es ist von Vorteil, wenn man bereits ein ausgeprägtes Vorstellungsvermögen hat, aber das ist nicht zwingend, denn man kann das Vorstellungsvermögen deutlich verbessern, indem man immer wieder übt. Daher finde ich es wichtiger, dass man Interesse an der Mechanik und am Beruf hat.

Welche Schwierigkeiten können während der Ausbildung entstehen?

Während der Lehre hat man eine Art Doppelbelastung, da man neben dem Arbeiten in der Firma auch noch 1-2 Tage in die Schule geht. Denn man hat auch in der Berufsschule, genau wie in der Volksschule, Hausaufgaben und Prüfungen, zusätzlich arbeitet man aber noch in der Firma, wo es auch manchmal dazu kommt, dass man sehr viel zu tun hat und teilweise auch Überstunden macht. Daher hat das einen Einfluss auf die Freizeit und man muss sich alles besser einteilen.

Welche Tipps gibst du den Schüler/innen für die Schnupperlehre?

Während der Schnupperlehre ist es wichtig, herauszufinden, ob dieser Betrieb zu einem passt und ob einem das Arbeitsumfeld gefällt. Daher sollte man möglichst viele Fragen stellen, sowohl den Berufsbildnern als auch den Lernenden, da man so ein umfassendes Bild erhält. Man sollte auch in verschiedenen Firmen eine Schnupperlehre machen, denn das macht es leichter beim Bewerben und der anschliessenden Wahl, in welcher Firma man arbeiten möchte.

Welche Tipps gibst du den Schüler/innen für die Lehrstellensuche?

Beim Schreiben der Bewerbung ist es wichtig, auf die verschiedenen Betriebe einzugehen. Vor dem Senden der Bewerbung sollte man sehr gut kontrollieren, ob man alle Dokumente, welche von der Firma verlangt werden, beigelegt hat.
Man sollte auch ein persönliches Motivationsschreiben verfassen und es auf die jeweilige Firma anpassen.

Welche Pläne hast du für nach der Lehre?

Im Moment habe ich vor, wenn möglich, weiterhin bei der Rychiger AG zu arbeiten. Da ich im Moment die Berufsmaturitätsschule besuche, werde ich vielleicht auch noch studieren, aber im Moment bin ich mir da noch nicht sicher.

Wie war dein Start in die Lehre?

In der ersten Woche der Lehre bei der Rychiger AG, gehen die Lernenden aus allen Berufen und Lehrjahren mit den Berufsbildern zusammen zwei Tage in einen Workshop, in dem es um das Kennenlernen der anderen geht. Daher war der Start sehr interessant und man lernte die andern Lehrlinge schnell kennen, was einen grossen Teil der Nervosität nahm. Zu Beginn der Lehre arbeitet man vor allem von Hand und lernt Zeichnungen zu erstellen, mit der Zeit wird das Arbeiten am Computer und am CAD immer mehr eingebunden.

Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?

Ich habe mich für diesen Beruf entschieden, da ich mich für Technik interessiere und mir das technische Zeichnen in der Schule sehr gefiel. Auf den Beruf Konstrukteur*in wurde ich aufmerksam, da einige Bekannte von mir diesen Beruf ausüben, und ich fand ihre Beschreibungen vom Beruf interessant.